Blasenkrebsmonat Mai

Der Mai steht international im Zeichen der Aufklärung über Blasenkrebs. Trotz rund 31.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt. Dabei gilt: Je früher Blasenkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.

Blasenkrebs, auch Harnblasenkarzinom genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Harnblase. Männer sind dabei etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen und das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Als wichtigster Risikofaktor gilt das Rauchen. Aber auch chronische Blasenentzündungen, bestimmte Chemikalien oder einige Medikamente können die Entstehung begünstigen.

Blut im Urin sollte immer ernst genommen werden.
Zu den häufigsten Anzeichen von Blasenkrebs zählt Blut im Urin, dabei treten zunächst  meist keine Schmerzen auf. Weitere mögliche Symptome sind häufiger Harndrang, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sowie Beschwerden im Beckenbereich.

Da diese Symptome jedoch auch auf andere Erkrankungen, wie Harnwegsinfekte oder Blasenentzündungen, hinweisen können, werden sie oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es, anhaltende Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

Wie wird Blasenkrebs diagnostiziert?
Die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf Blasenkrebs ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Dabei können Ärzt*innen die Blasenschleimhaut untersuchen und Gewebeproben entnehmen. Ergänzend kommen häufig Ultraschall-, CT- oder MRT-Untersuchungen zum Einsatz, um die Ausbreitung des Tumors zu beurteilen.

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner*innen zwischen nicht-muskelinvasivem und muskelinvasivem Blasenkrebs. Während frühe Tumorstadien oft schonend behandelt werden können, erfordern fortgeschrittene Formen teilweise die Entfernung der Harnblase.

Therapie und Nachsorge
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium und der Ausbreitung des Tumors. Nicht-muskelinvasive Tumoren können in vielen Fällen im Rahmen einer transurethralen Resektion entfernt werden. Ergänzend kommen lokale Chemo- oder Immuntherapien zum Einsatz.

Bei muskelinvasivem Blasenkrebs ist dagegen häufig eine vollständige Entfernung der Blase notwendig. Anschließend spielen Nachsorge, Rehabilitation und psychoonkologische Unterstützung eine wichtige Rolle.

Aufmerksamkeit schaffen und informieren
Der Blasenkrebsmonat Mai macht darauf aufmerksam, wie wichtig Früherkennung, Aufklärung und ein bewusster Umgang mit möglichen Warnzeichen sind. Denn viele Symptome wirken zunächst harmlos oder unspezifisch.

Wer mehr über Blasenkrebs, Symptome, Therapie, Nachsorge und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag erfahren möchte, findet auf Das Krebsportal.de weiterführende Informationen.

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